Über Uns

Wer steht hinter diskursiv?

diskursiv wurde im April 2017 an der Universität Bayreuth von Studierenden gegründet. Mittlerweile sind wir über dreißig Mitglieder, auch aus anderen Städten und Lebensphasen. Wir sind weder einer Partei noch einer Organisation zugehörig und arbeiten ausschließlich ehrenamtlich. Auf der Website wird keine kommerzielle oder parteipolitische Werbung (z. B. von Stiftungen) geschaltet und wir handeln auch keine Daten. Wenn du Fragen an uns hast, schreib uns einfach!


Das Problem, dem wir mit diskursiv entgegentreten wollen, ist eine Kommunikationsbarriere. Sie verhindert, dass Rechtsgeneigte in einen kritischen Diskurs über ihre Ansichten und Positionen eingebunden werden.

Immer mehr Menschen in Deutschland sympathisieren mit rechtspopulistischen Positionen. Hinzu kommt, dass viele Sympathisant*innen des Rechtspopulismus renommierte Informationsquellen als „elitär“ oder „Teil der Lügenpresse“ boykottieren. Nicht selten konsumieren sie stattdessen einseitig berichtende Medien, die ausgrenzende oder rassistische Inhalte verbreiten.

Diese Entwicklung wird im Zeitalter von meinungskonformen Informationsblasen auf Social-Media-Kanälen verstärkt: Bestehende Ansichten und Überzeugungen werden dadurch weder herausgefordert noch relativiert, sondern zementiert und radikalisiert. Wiedererstarkter Rechtspopulismus zum einen, und die Gefahr, dass er sich dauerhaft in den Köpfen vieler Menschen festsetzt zum anderen - das sind unsere beiden großen Sorgen.


Unser Ziel ist es, beiden Sorgen zu begegnen. Deshalb möchten wir Rechtspopulist*innen über ihr privates Umfeld in einen kritischen Diskurs einbinden.

Dafür will diskursiv euch motivieren und unterstützen, mit eurem privaten Umfeld (wieder) in einen kritischen und fairen Diskurs über rechtspopulistische Ansichten einzutreten. Gemäß unserem Motto „umdenken beginnt zuhause“ versuchen wir, dort einen Dialog entstehen zu lassen, wo man ihm nicht so leicht ausweichen kann.

Unser Ansatz ist also indirekt: Wir appellieren nicht direkt an Rechtsgeneigte, sondern wir motivieren und bestärken junge Menschen darin, im eigenen Umfeld einen informierten und kritischen Diskurs über Rechtspopulismus anzustoßen.


Unsere Initiative setzt bei Menschen an, die Unterstützung benötigen bei dem Vorhaben, ihr privates Umfeld in einen kritischen Diskurs über deren rechtspopulistische Ansichten einzubinden.

Um Menschen auf diesen Austausch vorzubereiten, haben wir diese Website entwickelt. Hier werden in den nächsten Monaten die im Alltag vorherrschenden rechtspopulistischen Positionen und Argumente analysiert und diskutiert. Und sie werden für das private Gespräch aufbereitet. Die einzelnen Positionen sollen dabei möglichst neutral und sachlich auf ihr Für und Wider untersucht werden.

Außerdem werden Gesprächsstrategien vorgestellt, die vor rhetorischen Taschenspielertricks schützen und euch für ein konstruktives Gespräch wappnen sollen. Kurz: Wer die Website besucht, soll dazu befähigt werden, einen möglichst konstruktiven, aber kritischen Diskurs über rechtspopulistische Einstellungen zu führen. Langfristig wollen wir ein Forum bilden, über das sich Studierende informieren und über ihre diskurs(iv)erfahrungen austauschen können.